Ausblick 2001

 

Liebe Mitglieder, liebe Freunde!

Es geht weiter! Mit vollem Schwung, neuem Vorstand und vielen Ideen! Das Forum Ost hat eine Durststrecke überlebt, nun aber kommt wieder viel Leben in unseren Verein. Davon soll unser Bericht Zeugnis geben:

  • Während Fritz Quirgst Präsident des Forum Ost war, gab es einige, doch sehr umfangreiche Aktivitäten. Eines der größten Projekte, die durchgeführt wurden, war wohl das Hilfsprojekt für Mali in Afrika. Ein großer Kontainer wurde bis auf den letzten Platz genutzt und beinhaltete: Einen Traktor, einen Pflug, eine Reisschälmaschine, Dünger und vieles andere. Dabei handelte es sich um Sachspenden von Fritz Quirgst, dem Raiffeisen-Lagerhaus Deutsch-Wagram und durch Geldspenden finanzierte Güter. Die ganze Aktion sowie der Transport wurden durch die Zusammenarbeit mit der Frauenföderation für den Weltfrieden ermöglicht. Getragen wurde das Projekt auch von Rudolf Mayer, der einige Zeit in Mali verbracht hatte und daher die Idee für das Projekt an uns herangetragen hatte.
  • Im Jänner 1999 reisten Rudolf und Fritz nach Mali und konnten sich von dem Erfolg dieser Aktion überzeugen - es gab schon die erste Reisernte!
  • Eine andere Aktion bestand in mehreren Hilfslieferungen in ein Hochwassergebiet in Tschechien. Der Zielort war Bruntal in Nordmähren. Wir beförderten hauptsächlich Möbel mit LKWs der Fa. Hasitschka aus Deutsch-Wagram, der Fa. Tischlerei Dünser und Fritz Quirgst nach Tschechien, wo wir sie dem dort ansässigen Roten Kreuz übergaben. Dabei hatten wir auch die (traurige) Gelegenheit, die Verwüstungen zu sehen, die dort von den Wasserfluten angerichtet worden waren. Einige Orte waren völlig von ihrer "Lebensader" abgeschnitten, da áuch eine Bahnlinie komplett von den Wassermassen zerstört worden war.
  • Mit ein wenig Hilfe des Forum Ost konnten auch in einem südmährischen Dorf (Tschechien) Gasleitungen gelegt werden. Ein großer Teil der Haushalte konnte in diesem Winter schon mit Gas heizen.
  • Weiters fanden verschiedene Seminare statt (Jugend, Pädagogen, Gesundheitsseminar, Landwirtschaft). Besonders erwähnen möchten wir noch ein Seminar, welches in der Ukraine stattfand, um dort ansässige Bauern oder solche, die es werden möchten, in Ihren Vorhaben zu unterstützen. Rudolf Dangl, Fritz Quirgst und Peter Ladstätter (der übersetzte) führten das Seminar durch. Es war sehr erfolgreich, sodass einige der Teilnehmer dann nach Österreich kommen wollten, um hier weiter Erfahrungen zu sammeln. Das gelang bisher noch nicht.
  • Eine weitere Hilfslieferung mit Möbeln, Weißwäsche und vielem anderen brachte diese Güter nach Gyöngyös, Ungarn, um dort die Einrichtung eines Behindertenheimes zu unterstützen.
  • Die Möbel für Ungarn sowie auch für Tschechien stammten aus privaten Spenden und aus einem Wiener Hotel.
  • Im Jahre 1999 fand auch ein Jugendseminar in Seebenstein statt. (Projektleiterin: Susanne Trucka-Benes) Es nahmen 8 kroatische Mädchen teil, sowie 2 Studentinnen (aus CRO und RO). Isabella Shave und ihre Freundin Ilonka verwöhnten uns auf ungeahnte Weise mit vorzüglicher Küche! Die Teilnehmerinnen waren sehr begeistert, natürlich nicht nur von der Küche, sondern von den Inhalten des Seminars, der guten, freundschaftlichen Atmosphäre und natürlich den Freizeitaktivitäten, so wie etwa den Ausflügen.
  • Auch im Jahr 2000 gab es ein Seminar für Studenten (Projektleiterin: Susanne Trucka-Benes). Teilnehmer waren 8 StudentInnen aus Rümänien, begleitet von 2 Ihrer Professorinnen, mit denen uns eine nun schon lang andauernde Freundschaft verbindet und eine Musikerin aus der Slowakei. Die Seminarinhalte: Ein Kommunikationstraining nach Thomas Gordon Susanne Trucka-Benes als Gordontrainerin) und ein Seminar des Institutes zur Förderung Sozialer Kompetenz (Siegfried Klammsteiner). Natürlich gab es auch wieder Ausflüge und andere Aktivitäten. Die Begeisterung über das Seminar war so groß, daß wir gar keine Teilnehmer mehr SUCHEN müssen, sondern (auch für das Jugendseminar) schon viele Anfragen bestehen. Es wird auch teilweise an Übersetzungen der Übungsblätter gearbeitet, sodaß auch Seminare in den Ländern der Beteiligten stattfinden werden können. Besonders möchten wir die Arbeit von Frau Telecka (die Teilnehmerin aus der Slowakei) und ihrem Lebensgefährten hervorheben.
  • Weiters fanden verschiedene Vorträge in Zusammenarbeit mit dem "Institut zur Förderung Sozialer Kompetenz" und Seminare (in der Slowakei, in Ungarn und Bulgarien) statt, was wiederum die Zusammenarbeit fördert. Wir unterstützten auch ein IRFF-Projekt in der Slowakei (Ausgrabungen in Sahy an der ungarischen Grenze) durch Inputs wie etwa Vorträge über Teamarbeit, aber auch durch die Spende eines Metalldetektors.

Im Jahr 1999 gab es noch die Zeitschrift "Familienperspektiven" als Druckwerk. Dann aber wurde die Internetausgabe, welche bereits ab Anfang 1995 parallel aufgebaut wurde, zum neuen alleinigen Medium ausgebaut. Karl Ebinger (Chefredakteur) und Florian Kliman entwickelten das Konzept dieser neuen Internetzeitschrift, welche völlig neue Dimensionen und Möglichkeiten eröffnete! Gleichzeitig wurde der Zeitschriftenbereich selbständig und unabhängig von unserem Verein, da sich die Familienperspektiven ja schon lange über eine reine Mitgliederzeitung hinaus emanzipiert hatten. Derzeit wird ein Aufsatzwettbewerb für SchülerInnen durchgeführt. Auch dienen die Familienperspektiven im Internet als Frage- und Diskussionsforum, wobei besonders die Zusammenarbeit mit dem "Institut zur Förderung Sozialer Kompetenz" zu erwähnen ist. Gründungsmitglieder: Siegfried Klammsteiner, Thomas Schuh, Karl Ebinger) Links zu diesem Institut und viel Interessantes ist im Internet zu finden unter
www.familienperspektiven.at

Bleibt noch zu erwähnen, daß die "Familienperspektiven" im Internet auch weiterhin unsere Projekte optimal unterstützen und wir danken für die gute Kooperation!

Erneuerung des Vereines

Bei der Generalversammlung am 10. März 2001 konstituierte sich der gesamte Vorstand neu. Roman Frühauf übernahm als neugewählter Präsident das Wort:

Nach Dankesworten an seine Vorgänger sprach er von seiner persönlichen Motivation, diese Aufgabe zu übernehmen. Er stammt aus Tschechien, ist mit einer Österreicherin verheiratet und suchte nach einem Tätigkeitsgebiet, in dem er sich engagieren konnte. Aufgrund seiner internationalen Erfahrungen, unter anderem als Übersetzer, klärte sich die Zukunft für ihn auf. Es erfüllt ihn mit Freude, IRFF mit seiner Mitarbeit zu unterstützen, da er auch ein großes Potential im Verein IRFF sieht und nicht nur dadurch, daß das ehemalige Forum Ost nun mehr im Kontext mit der internationalen IRFF-Organisation steht.

Das Forum Ost stagnierte, jedoch wurde die internationale Zusammenarbeit immer bedeutender. Deshalb wurde es sinnvoll, sich als IRFF - Österreich zu deklarieren, mit dem Untertitel des Forum Ost: Verein für Hilfe, Freundschaft und internationale Zusammenarbeit. Das Forum Ost bleibt als "Projekte Forum Ost" bestehen, da sehr viele Menschen mit diesem Namen bereits etwas verbinden.

Weiters soll die Zusammenarbeit mit der UNO weiter gefördert werden, IRFF ist ja eine von der UNO anerkannte NGO - Organisation.

Der Mitgliedsbeitrag beträgt nun 500.-, das Perspektiven-Abo fällt nun weg wegen obgenannter Veränderungen. Natürlich werden wir über laufende Projekte unterrichten, wobei wir uns nicht nur über eine finanzielle Unterstützung spezieller "Lieblingsprojekte" freuen würden.

Was bringt nun die Zukunft?

Projekte, die von Österreich ausgehen:

Wir planen wieder ein Studenten- und ein Jugendseminar (das ist schon ganz konkret) und bemühen uns, EU-Fördermittel zu bekommen.

Weiters gibt es zwei Anfragen aus der Ukraine und eine aus der Slowakei:

  • Eine Freundin von Susanne betreibt in Kiev ein Projekt für Straßenkinder und Familien aus Tschernobyl. Dieses Projekt braucht natürlich einiges an Unterstützung.
  • Ein Arzt möchte eine kleine Geburtsklinik gründen, da die staatliche geschlossen wurde. Im Umkreis von 50 km gibt es nichts. Das ist für ukrainische Verhältnisse ziemlich schlimm, da die Straßen nicht so gut sind.
  • In Zusammenarbeit mit IRFF-Slowakei wollen wir dortige Kinderheime unterstützen.

Internationale Projekte:

Es sind vier Projekte geplant, und zwar in Albanien, Kenia (August), Thailand (Oktober), Indien (Dezember). Das sind Projekte mit internationaler Beteiligung. Wir werden darüber noch im Detail berichte.

Roman Frühauf berichtete auch, daß unsere Reputation in der Slowakei, aber auch in anderen Ländern, bereits so gut ist, daß Firmen sich bereits zur Unterstützung melden.

So bekommen unsere Tätigkeiten internationale Dimensionen, die uns neues Potential eröffnen. Mit diesen guten Zukunftsaussichten möchten wir auch um Ihre Mithilfe bitten.

Liebe Grüße

Susanne Trucka-Benes
(Vizepräsidentin des IRFF)

 

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