|
Liebe Mitglieder,
liebe Freunde!
Es geht weiter!
Mit vollem Schwung, neuem Vorstand und vielen Ideen! Das Forum
Ost hat eine Durststrecke überlebt, nun aber kommt wieder
viel Leben in unseren Verein. Davon soll unser Bericht Zeugnis
geben:
- Während
Fritz Quirgst Präsident des Forum Ost war, gab es einige,
doch sehr umfangreiche Aktivitäten. Eines der größten
Projekte, die durchgeführt wurden, war wohl das Hilfsprojekt
für Mali in Afrika. Ein großer Kontainer wurde bis
auf den letzten Platz genutzt und beinhaltete: Einen Traktor,
einen Pflug, eine Reisschälmaschine, Dünger und vieles
andere. Dabei handelte es sich um Sachspenden von Fritz Quirgst,
dem Raiffeisen-Lagerhaus Deutsch-Wagram und durch Geldspenden
finanzierte Güter. Die ganze Aktion sowie der Transport
wurden durch die Zusammenarbeit mit der Frauenföderation
für den Weltfrieden ermöglicht. Getragen wurde das
Projekt auch von Rudolf Mayer, der einige Zeit in Mali verbracht
hatte und daher die Idee für das Projekt an uns herangetragen
hatte.
- Im Jänner
1999 reisten Rudolf und Fritz nach Mali und konnten sich von
dem Erfolg dieser Aktion überzeugen - es gab schon die erste
Reisernte!
- Eine andere
Aktion bestand in mehreren Hilfslieferungen in ein Hochwassergebiet
in Tschechien. Der Zielort war Bruntal in Nordmähren. Wir
beförderten hauptsächlich Möbel mit LKWs der Fa.
Hasitschka aus Deutsch-Wagram, der Fa. Tischlerei Dünser
und Fritz Quirgst nach Tschechien, wo wir sie dem dort ansässigen
Roten Kreuz übergaben. Dabei hatten wir auch die (traurige)
Gelegenheit, die Verwüstungen zu sehen, die dort von den
Wasserfluten angerichtet worden waren. Einige Orte waren völlig
von ihrer "Lebensader" abgeschnitten, da áuch
eine Bahnlinie komplett von den Wassermassen zerstört worden
war.
- Mit ein wenig
Hilfe des Forum Ost konnten auch in einem südmährischen
Dorf (Tschechien) Gasleitungen gelegt werden. Ein großer
Teil der Haushalte konnte in diesem Winter schon mit Gas heizen.
- Weiters fanden
verschiedene Seminare statt (Jugend, Pädagogen, Gesundheitsseminar,
Landwirtschaft). Besonders erwähnen möchten wir noch
ein Seminar, welches in der Ukraine stattfand, um dort ansässige
Bauern oder solche, die es werden möchten, in Ihren Vorhaben
zu unterstützen. Rudolf Dangl, Fritz Quirgst und Peter Ladstätter
(der übersetzte) führten das Seminar durch. Es war
sehr erfolgreich, sodass einige der Teilnehmer dann nach Österreich
kommen wollten, um hier weiter Erfahrungen zu sammeln. Das gelang
bisher noch nicht.
- Eine weitere
Hilfslieferung mit Möbeln, Weißwäsche und vielem
anderen brachte diese Güter nach Gyöngyös, Ungarn,
um dort die Einrichtung eines Behindertenheimes zu unterstützen.
- Die Möbel
für Ungarn sowie auch für Tschechien stammten aus privaten
Spenden und aus einem Wiener Hotel.
- Im Jahre 1999
fand auch ein Jugendseminar in Seebenstein statt. (Projektleiterin:
Susanne Trucka-Benes) Es nahmen 8 kroatische Mädchen teil,
sowie 2 Studentinnen (aus CRO und RO). Isabella Shave und ihre
Freundin Ilonka verwöhnten uns auf ungeahnte Weise mit vorzüglicher
Küche! Die Teilnehmerinnen waren sehr begeistert, natürlich
nicht nur von der Küche, sondern von den Inhalten des Seminars,
der guten, freundschaftlichen Atmosphäre und natürlich
den Freizeitaktivitäten, so wie etwa den Ausflügen.
- Auch im Jahr
2000 gab es ein Seminar für Studenten (Projektleiterin:
Susanne Trucka-Benes). Teilnehmer waren 8 StudentInnen aus Rümänien,
begleitet von 2 Ihrer Professorinnen, mit denen uns eine nun
schon lang andauernde Freundschaft verbindet und eine Musikerin
aus der Slowakei. Die Seminarinhalte: Ein Kommunikationstraining
nach Thomas Gordon Susanne Trucka-Benes als Gordontrainerin)
und ein Seminar des Institutes zur Förderung Sozialer Kompetenz
(Siegfried Klammsteiner). Natürlich gab es auch wieder Ausflüge
und andere Aktivitäten. Die Begeisterung über das Seminar
war so groß, daß wir gar keine Teilnehmer mehr SUCHEN
müssen, sondern (auch für das Jugendseminar) schon
viele Anfragen bestehen. Es wird auch teilweise an Übersetzungen
der Übungsblätter gearbeitet, sodaß auch Seminare
in den Ländern der Beteiligten stattfinden werden können.
Besonders möchten wir die Arbeit von Frau Telecka (die Teilnehmerin
aus der Slowakei) und ihrem Lebensgefährten hervorheben.
- Weiters fanden
verschiedene Vorträge in Zusammenarbeit mit dem "Institut
zur Förderung Sozialer Kompetenz" und Seminare (in
der Slowakei, in Ungarn und Bulgarien) statt, was wiederum die
Zusammenarbeit fördert. Wir unterstützten auch ein
IRFF-Projekt in der Slowakei (Ausgrabungen in Sahy an der ungarischen
Grenze) durch Inputs wie etwa Vorträge über Teamarbeit,
aber auch durch die Spende eines Metalldetektors.
Im Jahr 1999 gab
es noch die Zeitschrift "Familienperspektiven" als Druckwerk.
Dann aber wurde die Internetausgabe, welche bereits ab Anfang
1995 parallel aufgebaut wurde, zum neuen alleinigen Medium ausgebaut.
Karl Ebinger (Chefredakteur) und Florian Kliman entwickelten das
Konzept dieser neuen Internetzeitschrift, welche völlig neue
Dimensionen und Möglichkeiten eröffnete! Gleichzeitig
wurde der Zeitschriftenbereich selbständig und unabhängig
von unserem Verein, da sich die Familienperspektiven ja schon
lange über eine reine Mitgliederzeitung hinaus emanzipiert
hatten. Derzeit wird ein Aufsatzwettbewerb für SchülerInnen
durchgeführt. Auch dienen die Familienperspektiven im Internet
als Frage- und Diskussionsforum, wobei besonders die Zusammenarbeit
mit dem "Institut zur Förderung Sozialer Kompetenz"
zu erwähnen ist. Gründungsmitglieder: Siegfried Klammsteiner,
Thomas Schuh, Karl Ebinger) Links zu diesem Institut und viel
Interessantes ist im Internet zu finden unter www.familienperspektiven.at
Bleibt noch zu
erwähnen, daß die "Familienperspektiven"
im Internet auch weiterhin unsere Projekte optimal unterstützen
und wir danken für die gute Kooperation!
Erneuerung des Vereines
Bei der Generalversammlung
am 10. März 2001 konstituierte sich der gesamte Vorstand
neu. Roman Frühauf übernahm als neugewählter Präsident
das Wort:
Nach Dankesworten
an seine Vorgänger sprach er von seiner persönlichen
Motivation, diese Aufgabe zu übernehmen. Er stammt aus Tschechien,
ist mit einer Österreicherin verheiratet und suchte nach
einem Tätigkeitsgebiet, in dem er sich engagieren konnte.
Aufgrund seiner internationalen Erfahrungen, unter anderem als
Übersetzer, klärte sich die Zukunft für ihn auf.
Es erfüllt ihn mit Freude, IRFF mit seiner Mitarbeit zu unterstützen,
da er auch ein großes Potential im Verein IRFF sieht und
nicht nur dadurch, daß das ehemalige Forum Ost nun mehr
im Kontext mit der internationalen IRFF-Organisation steht.
Das Forum Ost
stagnierte, jedoch wurde die internationale Zusammenarbeit immer
bedeutender. Deshalb wurde es sinnvoll, sich als IRFF - Österreich
zu deklarieren, mit dem Untertitel des Forum Ost: Verein für
Hilfe, Freundschaft und internationale Zusammenarbeit. Das Forum
Ost bleibt als "Projekte Forum Ost" bestehen, da sehr
viele Menschen mit diesem Namen bereits etwas verbinden.
Weiters soll die
Zusammenarbeit mit der UNO weiter gefördert werden, IRFF
ist ja eine von der UNO anerkannte NGO - Organisation.
Der Mitgliedsbeitrag
beträgt nun 500.-, das Perspektiven-Abo fällt nun weg
wegen obgenannter Veränderungen. Natürlich werden wir
über laufende Projekte unterrichten, wobei wir uns nicht
nur über eine finanzielle Unterstützung spezieller "Lieblingsprojekte"
freuen würden.
Was bringt nun
die Zukunft?
Projekte,
die von Österreich ausgehen:
Wir planen wieder
ein Studenten- und ein Jugendseminar (das ist schon ganz konkret)
und bemühen uns, EU-Fördermittel zu bekommen.
Weiters gibt es
zwei Anfragen aus der Ukraine und eine aus der Slowakei:
- Eine Freundin
von Susanne betreibt in Kiev ein Projekt für Straßenkinder
und Familien aus Tschernobyl. Dieses Projekt braucht natürlich
einiges an Unterstützung.
- Ein Arzt möchte
eine kleine Geburtsklinik gründen, da die staatliche geschlossen
wurde. Im Umkreis von 50 km gibt es nichts. Das ist für
ukrainische Verhältnisse ziemlich schlimm, da die Straßen
nicht so gut sind.
- In Zusammenarbeit
mit IRFF-Slowakei wollen wir dortige Kinderheime unterstützen.
Internationale
Projekte:
Es sind vier Projekte
geplant, und zwar in Albanien, Kenia (August), Thailand (Oktober),
Indien (Dezember). Das sind Projekte mit internationaler Beteiligung.
Wir werden darüber noch im Detail berichte.
Roman Frühauf
berichtete auch, daß unsere Reputation in der Slowakei,
aber auch in anderen Ländern, bereits so gut ist, daß
Firmen sich bereits zur Unterstützung melden.
So bekommen unsere
Tätigkeiten internationale Dimensionen, die uns neues Potential
eröffnen. Mit diesen guten Zukunftsaussichten möchten
wir auch um Ihre Mithilfe bitten.
Liebe Grüße
Susanne
Trucka-Benes
(Vizepräsidentin des IRFF)
|